Umspannanlage Merzen

Umspannanlage Merzen <> Projektbeschreibung

Arndt Feldmann
Projektkommunikation
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Mail arndt.feldmann@amprion.net

25.980 – so viele Windräder drehten sich Ende 2015 in Deutschland, wenn man nur diejenigen an Land zählt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 1.115 Anlagen. Insgesamt waren damit bundesweit 41.652 Megawatt Leistung Windenergie installiert. Niedersachsen steht mit über 8.600 Megawatt Leistung ganz vorne im bundesweiten Ranking – und die Windenergie vor Ort wird stetig weiter ausgebaut. Allein in Niedersachsen ist erklärtes Ziel, die installierte Windenergieleistung an Land auf 20.000 Megawatt bis 2050 auszubauen (vgl. BMWI).

Die vielen Windenergieparks aus dem Norden des Landkreises Osnabrück speisen in die bereits bestehende Netzinfrastruktur in Merzen ein. Da es immer mehr regional erzeugte Energie ins Netz aufzunehmen, abzutransportieren und in verbrauchsstarke Gebiete zu verteilen gilt, muss im Raum Merzen eine Umspannanlage gebaut werden. Die Anlage stabilisiert als Verknüpfungspunkt von Transport- und Verteilnetzen das regionale Netz, sichert damit die Stromversorgung und unterstützt so die Energiewende.

Wichtig für ein starkes Netz

Die Umspannanlage im Bereich Merzen wird ein wichtiger Knotenpunkt im regionalen und überregionalen Stromnetz und im rund 11.000 Kilometer langen Höchstspannungsnetz von Amprion. Immer mehr Windparks entstehen und speisen in das 110kV-Verteilnetz der Mittelspannungsebene ein. Dieses wird in seiner jetzigen Auslegung die erzeugte Energie zukünftig, gerade auch zu Spitzenlastzeiten, nicht mehr aufnehmen und in andere Regionen transportieren können.

Die Schritte zum Bau der Umspannanlage

Der Plan für den Bau einer Umspannanlage wurde bereits sehr früh und transparent kommuniziert:

Schon im Frühherbst 2015 fanden an verschiedenen Standorten im Nordkreis Infomärkte statt, auf denen wir die Bürger vor Ort über den aktuellen Stand des Projekts in Kenntnis setzten. Amprion hat zudem an Ratssitzungen und Info-Veranstaltungen teilgenommen, auf denen das Vorhaben vorgestellt wurde.  

Die Suche nach Grundstücken für den Anlagenbau erfolgt nach transparenten Kriterien:

Im ersten Schritt hat der Gesetzgeber im Netzentwicklungsplan festgelegt, dass eine Umspannanlage im Bereich Merzen benötigt wird.

Aufgrund des zukünftig erwarteten Ausbaus an Leistung aus Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windenergie, und dem gleichzeitigen Mangel an adäquaten Strom-Verbrauchern besteht ein hoher Bedarf für den zügigen Abtransport der Leistung aus dem bisherigen 110 kV-Netz. Aus diesem Grund ist geplant, die Leistung aus dem 110 kV Netz über einen Transformator in die 380 kV Ebene zu transferieren und in das bestehende 380 kV-Netz einzuspeisen. Diese Umspannanlage wird daher alle 380-kV-Höchstspannungsleitungen der Region einbinden, um einen optimalen Austausch zwischen den verschiedenen Netzebenen und Stromkreise zu gewährleisten.

In einem zweiten Schritt sind im Raum Merzen potentiell geeignete Standorte für die geplante Umspannanlage zu identifizieren und zu bewerten. Amprion sucht hierzu den Dialog mit allen Beteiligten, um ein hohes Maß an Transparenz zu gewährleisten, die Notwendigkeit der Anlage zu kommunizieren und die Standortsuche sowie das Genehmigungsverfahren zu erklären.

Zu diesem Zweck wurde der sogenannte „Runde Tisch“ gebildet. Der Runde Tisch soll die technische Machbarkeit, vor allem aber auch die Auswirkungen verschiedener Standorte auf die Bürger der Region und die Umwelt darlegen. 

Bevor Amprion einen definitiven Anlagenstandort auswählt, werden wir mit den Beteiligten in einen offenen und transparenten Dialog treten.

Amprion evaluiert auf Bitten aus der Örtlichkeit auch Anlagenstandorte, die sich außerhalb des engeren Bereichs Merzen befinden – etwa weiter östlich gelegene Areale in Richtung der Bundesautobahn 1. Grundsätzlich wird die Suche nach geeigneten Grundstücken, die auch als Tausch- oder Ausgleichsfläche genutzt werden können, jedoch fortgeführt.

Nach Auswahl eines Anlagenstandortes beginnen wir mit der konkreten Planung:

Die Detailplanung der Anlage ist bis 1. Hälfte 2017 vorgesehen.
Dabei wird insbesondere auf die Einhaltung der rechtlichen Vorgaben zum Schutz von Mensch und Umwelt, z.B. gemäß Immissionsschutzrecht oder Naturschutzrecht, geachtet.
Derzeit ist geplant, 2017 mit dem Bau der Anlage zu beginnen und die Umspannanlage Ende 2018 in Betrieb zu nehmen.

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