Urberach ‹› Weinheim

Abschnitt von BBPlG, Vorhaben 19 (Urberach – Daxlanden)
 

Joëlle Bouillon
Projektkommunikation
Telefon +49(0)231/5849-12932
Mail joelle.bouillon@amprion.net

Auf der Stromachse Frankfurt – Karlsruhe soll das Übertragungsnetz in den nächsten Jahren noch leistungsfähiger werden. In diesem Zuge wird Amprion die Leitungen  zwischen den Umspannanlagen Urberach, Pfungstadt und Weinheim verstärken. 2022 soll die 66 Kilometer lange Verbindung in den 380-Kilovolt-Betrieb gehen. Unser Projektpartner TransnetBW wird die Verbindung von Weinheim weiterführen bis nach Daxlanden (Karlsruhe).

Bedarf und Notwendigkeit

Das Projekt wurde in den Netzentwicklungsplänen 2012, 2013 und 2014 von der Bundesnetzagentur bestätigt und ist Teil des Vorhabens Nr. 19 aus dem Bundesbedarfsplangesetz von 2013. Die Verbindung verstärkt die Nord-Süd-Achse zwischen Frankfurt und Karlsruhe.

Hintergrund: Im Zuge der Energiewende muss Strom immer mehr über große Distanzen transportiert werden. Deutschlandweit wird das Stromnetz dafür verstärkt und ausgebaut. Eine Möglichkeit, möglichst ressourcenschonend mehr Strom zu transportieren, besteht darin, die Spannung bestehender 220-Kilovolt-Leitungen auf 380 Kilovolt zu erhöhen. Nur dort, wo wir die Übertragungskapazität nicht weiter erhöhen können, bauen wir neue Stromverbindungen.

Technik und Trassenverlauf

Drei Trassenabschnitte der neuen 380-Kilovolt-Leitungsverbindung, die von der südhessischen Umspannanlage Urberach (Rödermark) über Pfungstadt nach Weinheim in Baden-Württemberg führt, liegen in unserer Verantwortung. Um die Landschaft zu schonen, wollen wir weitestgehend bestehende Trassen nutzen und verstärken:

Urberach – Griesheim
Auf der etwa 27 Kilometer langen Strecke zwischen Urberach und Griesheim müssen lediglich die Leiterseile am Mast ausgetauscht werden, da die heutige Beseilung nicht für die höhere Übertragungsleistung ausgelegt ist.

Griesheim –  Pfungstadt
Auch auf dem zweiten Streckenabschnitt gehen wir sehr landschaftsschonend vor. Allerdings benötigen wir von Griesheim bis Pfungstadt parallel zu zwei bestehenden Leitungen über 7,5 Kilometer zusätzliche Strommaste. Wo ausreichend Platz ist, wollen wir die neuen Maste zwischen den Bestandsleitungen errichten.

Pfungstadt – Weinheim
Auf dem 31,5 Kilometer langen dritten Teilabschnitt zwischen Pfungstadt und Weinheim müssen wir ebenfalls neue Strommaste errichten – allerdings in einer bestehenden Trasse. Dafür wollen wir die jetzige 220-Kilovolt-Leitung abbauen und anschließend die neue 380-Kilovolt-Leitung errichten. Die vorhandenen rund 110 Strommasten wollen wir durch etwa 80 neue ersetzen. Auch in diesem Trassenabschnitt soll die Parallelführung zu Bestandsleitungen beibehalten und – soweit möglich – optimiert werden.

Dieser Vorschlag zur Umsetzung des Projekts wird im ersten Genehmigungsschritt, der Bundesfachplanung, durch eine Prüfung von Alternativen ergänzt, um sicherzugehen, die beste Lösung für Mensch und Umwelt zu realisieren.

 

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