Freileitung

Freileitung Fraulautern

Das Amprion-Übertragungsnetz ist rund 11.000 Kilometer lang. Unverzichtbare Elemente unseres Netzes sind die insgesamt rund 20.000 Freileitungsmasten. Sie tragen die Leiterseile und stehen in der Regel 300 bis 500 Meter voneinander entfernt.

Wie sieht ein Freileitungsmast konkret aus? Der Mast ist eine Stahlgitterkonstruktion mit einem oder mehreren Querträgern – den sogenannten Traversen. Daran sind Leiterseile befestigt, durch die der Strom fließt. Sie sind in der Regel Verbundseile aus Aluminium und Stahl und haben je nach Spannungsebene und Übertragungsleistung unterschiedliche Querschnitte. Um Strom mit einer Spannung von 380.000 Volt zu übertragen, kommt etwa ein sogenanntes Vierer-Bündel aus vier Seilen zum Einsatz. Aufgehängt werden die Seile allerdings nicht direkt an den Traversen, sondern an Isolatorenketten. Diese bestehen meistens aus Porzellan, können aber auch aus Glas oder Kunststoff sein.

Die Isolatoren verhindern, dass der Strom von den Seilen auf die geerdeten Masten übertragen wird. Zum Blitzschutz der Leitung befindet sich außerdem an jeder Mastspitze ein Erdseil.

Je nach Funktion unterscheiden wir im Wesentlichen vier Masttypen: Steht ein Mast inmitten einer geraden Trasse, spricht man von einem Tragmast. Nimmt die Leitung eine „Kurve“, stehen in den sogenannten Winkelpunkten Abspannmasten. Anders als bei Tragmasten, bei denen die Isolatoren vertikal am Mast hängen, richten sich die Isolatoren durch den mechanischen Zug in Richtung des Leiterseils aus. An einer „Leitungskreuzung“ kommen hingegen Abzweigmasten zum Einsatz und beispielsweise beim Übergang einer Leitung auf eine Umspannanlage „Endmasten“.

Mastbilder Masttypen Tonnenmast Einebenenmast Donaumast

Je nach örtlicher Begebenheit setzen wir unterschiedliche Bauformen ein: Tonnen-, Einebenen- und Donaumasten. Diese Masttypen unterscheiden sich in ihrer Höhe sowie in der Anzahl und Länge der Traversen. Tonnenmasten verfügen über drei Traversen und tragen in der Regel zwei Stromkreise. Deren drei Phasen sind jeweils untereinander angeordnet. Einebenenmasten führen maximal zwei Stromkreise. Es werden alle drei Phasen des Stromkreises auf einer Mastseite montiert. Donaumasten tragen meistens zwei Wechselstromkreise. Dabei befinden sich auf der untersten Traverse zwei und auf der obersten Traverse ein Leiterbündel pro Stromkreis.

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