Transformator

Transformator in Waldlaubersheim

In den Kraftwerken wird der Strom mit Spannungen zwischen 6.000 und 21.000 Volt von den Generatoren erzeugt. Da für die Übertragung bei dieser Spannung sehr dicke Stromleiter erforderlich wären, wird die Spannung zum Transport über weite Strecken bis auf 380.000 Volt herauftransformiert und später für den Gebrauch stufenweise wieder heruntertransformiert, beispielsweise auf 230 Volt.

Ein Transformator arbeitet wie eine Über- oder Untersetzung in einem Getriebe. Wird bei diesem mit Zahnrädern verschieden großen Umfangs gearbeitet, so nutzen wir um einen Metallkern gewickelte Drähte, sogenannte Spulen, mit unterschiedlicher Windungszahl.

Da sich die Leistung nach den elektrischen Gesetzen aus dem Produkt von Strom und Spannung ergibt, wird der Strom um den gleichen Faktor verkleinert, um den die Spannung vergrößert wird: In der Spule mit vielen Windungen fließt Strom mit geringer Stärke bei hoher Spannung, in der Spule mit wenigen Windungen fließt Strom mit großer Stärke bei kleiner Spannung.

Bei Transformatoren großer Leistung befinden sich die Wicklungen in einem ölgefüllten Kessel. Das Öl dient zur Isolation und zur Kühlung. Die Wärme wird über Kühlrippen oder Kühlanlagen abgegeben. Die Stromzufuhr erfolgt über Durchführungen, die die Isolation zwischen Stromanschluss und Gehäuse sicherstellen.

Die größten Transformatoren können heute mehr als 1.000 Megavoltampere elektrischer Leistung übertragen und haben ein Gewicht von bis zu 450 Tonnen.

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