Umspannanlage

Arbeiten in der Umspannanlage Rommerskirchen

Wenn unsere Leitungen Stromautobahnen sind, sind Umspannanlagen die Autobahnkreuze und -abfahrten. Hier laufen die einzelnen Leitungsstrecken zusammen, kann mittels der Transformatoren der Strom auf eine andere Spannungsebene gebracht und dann in die Verteilnetze, also die „Landstraßen“, eingespeist werden. 

Andererseits ermöglichen Umspannanlagen das gezielte Ein- und Ausschalten der einzelnen Freileitungs- oder Kabelstrecken. Außerdem wirken sie wie die Sicherungen in einer Hausstromverteilung. Falls beispielsweise durch Blitzeinschlag ein Kurzschluss im Höchstspannungsnetz entsteht, wird die betroffene Leitung in Sekundenbruchteilen automatisch abgeschaltet.

Luft ist ein Isoliermedium, sie verhindert also den Überschlag des Stroms von der einen auf die andere Leitung. Daher bauen wir in den meisten Fällen unsere Anlagen als sogenannte Freiluftanlagen unter freiem Himmel.

In Ausnahmefällen werden gasisolierte Schaltanlagen eingesetzt. Diesen Anlagentyp findet man daher meist im innerstädtischen Bereich oder in Industrieanlagen. Bei der gasisolierten Schaltanlage sind alle höchstspannungsführenden Teile innerhalb einer druckfesten Aluminium-Rohrkonstruktion untergebracht.

Auch aufgrund ihrer Funktion im Netz können die Anlagen sehr unterschiedlich groß sein. An bedeutenden Netzknoten können bis zu zehn Leitungen der Spannungen 110 kV, 220 kV und 380 kV in die Anlage einlaufen.

Zur Verbindung der Hoch- und Höchstspannungsebenen stehen hier die großen Kuppeltransformatoren.

Um die Leitungen jederzeit auch unter maximaler Strombelastung aus- und einschalten zu können, werden Leistungsschalter eingesetzt. Die Messung der Höchstspannung bzw. des Stromes erfolgt an den Messwandlern. Überspannungsableiter schützen die Anlage vor eventuell auftretenden Spannungsspitzen, beispielsweise auch bei Blitzschlägen.

Laden Sie sich hier unsere Broschüre Umspannanlagen - Knotenpunkte unseres Stromnetzes herunter. 

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